29.12.2014

Ruhige, traditionelle Weihnacht 2014

Tatsächlich hatten wir dieses Jahr dieses berühmt, berüchtigte ruhige Weihnachtsfest. Ohne Stress oder Hektik. Ohne Heulerei oder Motzerei (wie verganene Ausnahmeweihnachten).

Und weil es so ruhig und besinnlich war, erzähl ich euch mal hier, wie Weihnachten bei uns als schlesische Tradition gefeiert wird und wie es dieses Jahr war. 

Wie schon auf facebook geschrieben, beginnt das Weihnachtsfest quasi damit, dass man noch am 23.12. bis Mitternacht die Wäsche von der Wäscheleine nehmen muss. Das ist so ein Aberglaubeding, sonst stirbt nämlich "Jemand" im nächsten Jahr. Und weil ichs nicht gewesen sein will, halte ich mich mal lieber dran :) Der 24.12. ist der höchsteheiligsteoberwichtigste Tag im Jahr, alles was danach kommt, sprich 25./26.12. ist schon Nach-Weihnachten und relativ unbedeutend. Die Show beginnt und fällt am 24. und da muss theoretisch alles perfekt sein. Unwichtig zu erwähnen, dass wir an diesem Tag das Haus pikobellosauber haben und uns zum Abendessen besonders herausputzen. 

Der Tag beginnt mit einem ordentlichen Frühstück - aber ohne Fleisch und Wurst. Am ganzen 24.12. wird bei uns traditionell kein Fleisch gegessen, sondern "nur" Fisch (lassen wir die unsinnige Diskussion beiseite, dass Fisch ja genauso ein "Fleisch" ist... ich versuche es seit Jahren...). Bei den Katholiken ist das so bzw. es war mal so. Vor ein paar Jahren hat das Vatikan dieses "Fleischfasten" oder wie auch immer es genannt wird, aufgehoben. Trotzdem halten wir uns dran, weil Tradition. 
Wir schlemmen also unser Frühstück an einem festlich-weihnachtlich geschmückten Essenstisch ohne jegliche Fleischprodukte, sonst ist alles erlaubt. Und nach Möglichkeit auch viel. Denn eigentlich wird bis zum Abendessen (gegen 17 Uhr) nichts mehr gegessen (und keiner hält sich dran bzw. schiebt sich heimlich irgendwo in einer Ecke irgendwas in den Mund :) Vor dem Frühstück gibt es dann noch eine besondere Kleinigkeit, nämlich einen Schnaps, der die bösen Krankheiten, die uns nächstes Jahr heimsuchen könnten, ertränken soll (und da ich dieses Jahr nur ein bisschen dran genippt habe, wurde mein MagenDarm-Infekt des Folgetages natürlich direkt darauf geschoben!). 

Nach dem Frühstück geht jeder seiner Wege: Einkaufen, Aufräumen, Baden, Friedhofsbesuch und was noch so zu machen ist. Bis zum Nachmittag ist quasi Alltag angesagt. 

Gegen 15:30Uhr beginnt dann die richtige Spannung: das Essen wird vorbereitet und wir machen uns schick. Bei uns gab es noch nie und wird es auch wohl nie Würstchen mit Kartoffelsalat geben. Auch kein Raclette oder Braten oder oder oder... Es gibt Fisch. Karpfen. Mit Sauerkraut und anständig rund geschälten Kartoffeln mit einer Lebkuchensoße. Da Karpfen nur bedingt lecker ist (also eigentlich so gar nicht lecker) habe ich bis zum Letzten Jahr diesen konsequent ignoriert und mir einen anderen Fisch gewünscht. Da ich dieses Jahr auch keinen Fisch mehr Essen, machte ich mir mein eigenes kleines Festmahl - mehr dazu gleich. 

Während meine Mama als in der Küche kiloweise Fisch brät und die Küche zum Dampfen bringt, wuseln alle anderen durch das Haus: Ich zog mir meine lang hebeigesehnte Sternchenbluse an, die ich mir extra zu Weihnachten kaufte...

...und bereitete die gefühlt tausend Geschenke am Baum vor (und verpackte noch die restlichen...), Pauline ging dieses Jahr mit der anderen Oma zum Krippenspiel,mein Mann und Christin machten Quatsch... und auf einmal war es schon 17 Uhr. 

Eigentlich beginnen wir das Essen, wenn der erste Stern am Himmel ist. Da wir aber nicht immer die Sterne sehen können, hat sich irgendwann 17 Uhr eingebügert.

So stehen wir dann alle schick angezogen am schönen Essenstisch und es beginnt die nächste Tradition: Brot brechen. Jedes Jahr bekommen wir von meiner Oma aus Polen einen Brief mit einer weihnachtlichen Oblate. Diese Oblate teilen wir dann untereinander vor dem Abendessen: einer beginnt, nimmt die Oblate, reicht sie einem Anderen und sagt "Frohe Weihnachten", der andere bricht ein Stück/die Hälfte ab und dann wendet man sich mit seiner restlichen Oblate einem Anderen zu. Am Ende sollte Jeder mit Jedem das Brot gebrochen und frohe Weihnachten gewünscht (und natürlich auch die Oblatenstücke gegessen) haben. 

Dann beginnt das Essen. Eigentlich sollte das Essen in vollkommender Stille sein, aufstehen darf man auch nicht. Eigentlich funktioniert das auch nicht, erst recht nicht mit Kindern. Früher haben wir kleine Wettbewerbe daraus gemacht, wer länger die Klappe halten kann etc. Das war immer ein ziemlicher Spaß, da man sich gut zusammen reißen musste und irgendwer immer Blödsinn erzählt hat. 

Wie oben schon erwähnt, hatte ich mir dieses Jahr mein eigenes Essen gemacht. Lange habe ich überlegt und mich dann schlussendlich für eine eigene Kreation entschieden: Paprika mit einer Grünkern-Couscous-Gemüse-Füllung (rein intuitiv gemacht und der HAMMER!) mit Knoblauch-Rosmarin-Backdrillingen und einem Feldsalat. 

Ich war danach mehr als satt und werde das auf jeden Fall noch mal kochen! 

An unserem Weihnachtstisch gibts noch 2 kleine Traditionen. Zuerst der Nachtisch - eine Mohnnachspeise mit Milch, Streusel und Nüssen ("Makowki") und ein Kompott aus getrockneten Früchten.

Und dann haben wir noch die Tradition eines extra gedeckten Platzes für einen Gast:

Ein Stück Brot/Brötchen mit Salz symbolisiert unsere Bereitschaft einen Bedürftigen zum Essen bei uns aufzunehmen, sofern er bei uns anklopfen würde. 

Nachdem wir alle satt sind (und beim Karpfen dauert das mitunter auch nicht allzu kurz...), wird erstmal alles aufgeräumt, bevor es zur Bescherung kommt. Mein Vater schnappt sich die Kinder und hört sich die Weihnachtsmusik eines Orchesters an, die ein paar Meter vom Haus meiner Eltern jedes Jahr um 18Uhr gespielt wird, und wir räumen alles auf. Sobald das alles erledigt ist, machen wir einen kleinen Spaziergang zu unserem Haus, das nur ein paar Minuten entfernt ist. Pauline erzählen wir, dass das Christikind dort die Geschenke gebracht hat. Ich fahre mit dem Auto vor, mache die Lichterketten an, zünde die Kerzen an und werde meist ganz kribbelig, weil ich mich mehr als die Kinder freue. 

Wenn dann alle eingetroffen sind und vor der geschlossenen Wohnzimmertür stehen, dürfen die Kinder die Tür öffnen und als erstes den Raum betreten.

Die Kinderaugen sind tatsächlich das Schönste an Weihnachten. Klingt kitschig, ist aber so. Pauline war ganz außer Rand und Band, überglücklich und zuckersüß. Christin entdeckte schon bald ihr ganz persönliches Weihnachtsgeschenk: den Plätzchenteller. Tatsächlich hat sie sich nicht für ein Geschenk interessiert (wo sie vorher noch alles wild aufgerissen hat) und verbrachte ihre Bescherung vor dem Süßigkeitenteller (am Folgetag durfte sie das dann alles nachholen :)). 

Pauline bestaunte also die Geschenke und sortierte fleißig. Sie kann mittlerweile so gut lesen und schreiben kann, dass sie problemlos die Geschenke zuteilen konnte: "Ach, das ist ja meins, hier steht ja mein Name drauf. Kann ich nämlich schon lesen!" <3

So ließen wir den Abend langsam ausklingen: Geschenke auspacken und freuen, aufbauen und spielen, Kekse futtern und Sektchen trinken. 
Da wir mit insgesamt 6 Erwachenen und 2 Kindern feierten, lagen ziemlich viele Geschenke unterm Baum (und darunter waren auch noch die Geschenke der Paten außerhalb, die wir vorher schon erhielten). Ich hätte gedacht, dass das Auspacken länger dauern würde, es war aber ziemlich schnell vorbei. 

 

Und hier einmal die Geschenke:

Pauline bekam von meinen Eltern ein Kindertablet, von uns das Playmobil Riesenrad und "Die Eiskönigin"-DVD, von den Schwiegereltern eine Kiste Lego mit Bauplatte und das Buch "Oh wie schön ist Panama", von der Patentante ein laufendes Häschen und die Hörspielsammlung von Pippi Langstrumpf, vom Patenonnkel das Spiel "Kakerlakak", von Christins Patenonkel "Die Eiskönigin"-CD und das Spiel "Halli Galli junior"

Alle Sachen haben ihr sehr gut gefallen. Sie war sehr begeistert und fröhlich, freute sich sehr und war kein Stück überfordert. Nach und nach haben wir in den Tagen danach die Spiele eingeweiht. 

Christin bekam von uns eine Schloßbox und das Ravensburger Baby-Tablet, von meinen Eltern die TutTut Garage, Holzbausteine und ein Rutschfahrzeug, von Schwiegereltern das Playmobil 123 Haus und zwei süße Bücher, vom Patenonkel den Playmobil 123 Wildpark und ein Tut-Tut Auto, von Paulines Patenonkel ein Tut-Tut-Auto und ein Buch und von Paulines Patentante ein tolles Haba-Spiel. 

Meinem Mann schenkte ich den Pizzaofen Pizzarette und traf damit voll ins Schwarze. Zudem habe ich ihm noch zwei Shirts beplottet und ein Schlüsselanhänger gemacht. 

Von meinem Mann bekam ich den Apfelhoodie von Bonnie und Buttermilk, der aber leider zu groß ist o.O und umgetauscht werden muss. Deswegen werden Bilder davon nachgereicht. 

Mein Mann und ich bekamen von meinen Eltern gemeinsam die Tefal ActiFry 2 in 1. 

Irgendwann brachte ich übermüdete Kinder ins Bett und der Abend klang ruhig mit allen auf der Couch aus. Eigentlich gehört die nächtliche Christmette noch zur Tradition, die jedoch wegen der Kinder ausfällt. 

***
Das war unser ruhiges, besinnliches Weihnachtsfest. Ohne Dramen, ohne Heulerei, ohne Zankerei und ohne Stress. 

Wahnsinn, dass es das noch gibt :) 

 

 

 

Tags: Familenchaos

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